Teichwitz ist ein kleines beschauliches Dörfchen wenige Kilometer von Weida entfernt. In direkter, aber trotzdem ruhiger Lage zur B92 sind das nördlich gelegene Gera und die Kreisstadt Greiz in südlicher Richtung schnell zu erreichen. Mit seinen rund 130 Einwohnern ist Teichwitz eine der kleinsten Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Leubatal. Hier lebt es sich noch ruhig und familiär; Jeder kennt Jeden - ganz nach dem Motto: "Alle unter einem Dach...". Mit großem Engagement der Bürger werden gemeinsam Feste organisiert und ausgelassen gefeiert, wie zum Beispiel das alljährliche Maifeuer und Maibaumsetzen oder das mittlerweile etablierte und stark frequentierte "Teichwitzer Volleyballturnier" im September. In lauen Sommernächten trifft man sich im Mittelpunkt des Dorfes an der alten Linde zum Schwedenfeuer. Der denkmalgeschützte Dorfplatz mit seinen großen Grünflächen ist gesäumt von Apfelbäumen. Hier findet man auch die 1734 erbaute Kirche, die im Sommer 2004 einen neuen Anstrich und eine neue Schieferbedeckung erhielt.
Mit einem Festgottesdienst, den Landesbischöfin Ilse Junkermann hielt, setzten gestern die Einwohner von Teichwitz den Schlusspunkt der 15-jährigen Sanierung ihrer Dorfkirche aus dem Jahr 1730. Teichwitz Das Kirchlein, außen in warmem Gelb, innen in frischem Pastell, liegt malerisch in den Gehöften des sorbischen Rundlings. "Ihr Name war über die Jahre verloren gegangen", berichtet der Weidaer Pfarrer Martin Schäfer. "Alle Nachforschungen bis ins Eisenacher Kirchenarchiv blieben erfolglos. So nennen wir die Kirche wenige Tage nach dem Johannesfest nach Johannes dem Täufer." Alle zehn Kirchgemeinden des Kirchspiels Weida feierten mit den Teichwitzern die Wiedereinweihung. Initiatorin Erika Schaller. Unzählige Arbeitseinsätze mit Massen an Schutt und Schmutz, private Spenden und mehrfache 5000-Euro-Beträge der kleinen Gemeinde, die nur 120 Einwohner zählt, Mittel aus der Denkmalpflege, des Lotto und der Landeskirche flossen in die Sanierung. Die Frau, die seit Jahren dem Verfall der Kirche unermüdlich entgegengearbeitet hat, ist Erika Schaller, ehemalige Bürgermeisterin und Kirchenälteste. "Die Kirche ist unser Ein und Alles, es wäre ein Schandfleck für uns im Dorf entstanden, wenn wir sie nicht gerettet hätten." Wetterfahne, Dach, Geläut, Innen- und Außenputz alles ist wieder tip top. "Nur die Orgel, die müssen wir noch in Ordnung bringen", sagt sie. Ein Orgelverein ist bereits gegründet. Indessen läuten die Glocken festlich, dem Tragekreuz folgend, begleitet die Initiatorin Erika Schaller die kleine Prozession mit Bischöfin, dem Pfarrerehepaar Schäfer und Kirchenvorständen in die wiedereröffnete Kirche. Der Gesang aller Chöre des Kirchspiels klingt übers Dorf in den Frühsommertag. Landesbischöfin Ilse Junkermann, die aus Dörzbach in Nord-Württemberg stammt, sagt: "Land und Leute lerne ich am besten in kleinen Orten kennen." Und in ihrer Predigt bestärkt sie die Teichwitzer in ihrem langjährigen Engagement: "Kirche ist das Zeichen für Heimat." Mit einem Gemeindefest in der grünen Dorfmitte begingen die Teichwitzer die Wiedergeburt ihrer Kirche. Dabei sahen sie ein Video über Johannes den Täufer und erlebten ein kleines Konzert vom Flötenkreis Weida und den Kirchenchören. Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) gehörte zu den Besuchern der bis hoch in die Emporen voll besetzten Kirche: "Es ist beeindruckend, was Fleiß und Wille und persönliche Spenden alles zustande bringen." Elke Lier / 28.06.10 / Quelle -OTZ- 28.6.2010
Maibaumstellen 2010
... weitere Bilder sind unter Rundum Teichwitz 2010 veröffentlicht !
Spendeneinnahmen für die Restaurierung unserer Zillgitt- Orgel in Teichwitz
Der Orgelförderverein von Teichwitz bedankt sich bei allen Beteiligten für das Mitwirken an der großen Spendenaktion am 04. Oktober zur Restaurierung unserer Zillgitt-Orgel.
Die Chorvereinigung Meßbach-Thiergarten erfreute uns mit ihrer gelungenen Darbietung volkstümlicher und vogtländischer Lieder und haben mit ihrem Benefizkonzert unsere Spendenaktion musikalisch eingeleitet. Anschließend gab es für alle Anwesenden eine kleine Stärkung bei Kaffee und köstlichen, selbstgebackenen Kuchen. Auch hierfür vielen, herzlichen Dank an die fleißigen Bäckerinnen des Dorfes. Ein weiterer Höhepunkt war die Versteigerung der Orgelpfeifen, die aus der Nachbargemeinde Mosen stammen. Eine kurze Erläuterung der einzelnen Orgelpfeifen gab der Vorsitzende des Orgelfördervereines, und anschließend kamen sie durch den Auktionator Klaus Bertel auf äußerst humorvolle und rasante Art erfolgreich "unter den Hammer".
Der Gesamtbetrag des 1. Benefizkonzertes inklusive des Kuchenverkaufs und der Versteigerung der Orgelpfeifen betrug 940 Euro. Wir freuen uns über die hohe Spendenbereitschaft und hoffen auf weitere Spendenaktionen, damit wir bald unsere Teichwitzer Orgel restaurieren können.
Bedanken möchten wir uns auch bei Pfarrer Herrn Schäfer, der unserer Gemeinde Zelte und Küchengeschirr zur Verfügung stellte und allen fleißigen Helfern aus dem Dorf, die beim Aufbau halfen.
Muss ich erwähnen, dass unsere Dorfgemeinschaft quasi "zusammengerückt" in gemütlicher Runde anschließend noch beisammen saß?
Vielen Dank im Namen aller Mitglieder des Orgelfördervereines,
Bärbel Kubicek. Anzeige: BK Der Teichwitzer Orgelförderverein.
Wenn Sie Vereinsmitglied werden, unterstützen Sie die Orgelinstandsetzung mit Ihrem Mitgliedsbeitrag und ggf. weiteren Spenden. Sie unterstützen die Arbeit des Vereins, in dem Sie an gemeinsamen Veranstaltungen zur Förderung in Teichwitz teilnehmen oder mit helfen diese zu organisieren.
Spendenkonto für die Orgel: Kto 99350 Blz 83050000 Sparkasse Gera-Greiz
Helfen Sie mit Ihrer Spende, die wertvolle Orgel zu erhalten !!! Danke
Bilder von der Versteigerung und vom Konzert 4.10.2008